Denglisch- Anglizismen in der Deutschen Sprache

„Hast du meine Mail bekommen? Ne, sorry, habe meine Mails noch nicht gecheckt, hatte vorher ’n Meeting mit meinem Boss. Ich hab‘ total schlechtes Feedback von ihm wegen des Briefings bekommen. Mein Handy hat auch nicht funktioniert. Achso, no problem, dann eben bis später. Ok! Habe nämlich ’n richtig cooles Video downgeloadet und auf deinen Account upgeloadet, kannst du dann einfach online streamen. I like! Die Tickets fürs Kino kann ich dir dann auch mailen oder faxen, falls dein Internet immer noch nicht geht, also don’t worry.“

Die Deutsche Sprache befindet sich im Wandel- und das nicht seit gestern. Es ist zu beobachten, dass sich immer mehr Anglizismen im Deutschen ansammeln und ihren Weg in die Alltagssprache finden. Dabei kommen die meisten Begriffe aus dem Bereich der neuen bzw. digitalen Medien. Der Gebrauch von Anglizismen ist allein deshalb nicht mehr wegzudenken, als dass es für viele Termini keine deutschen Entsprechungen gibt. Sie wurden direkt ins Deutsche übernommen und den grammatischen Strukturen angepasst. Das Verb mailen lässt sich problemlos konjugieren und  bildet alle Zeitformen gemäß der deutschen Grammatik: Ich mailte, ich habe gemailt, ich hatte gemailt, ich werde mailen, ich werde gemailt haben, ich würde mailen etc. Interessant dabei ist, dass manchmal sogar ganze Ausdrücke oder Redewendungen direkt aus dem Englischen übernommen werden. Man spricht in diesem Fall von Denglisch.

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Online Übungen für Erwachsene auf A1 Niveau

Besonders gut zum Wiederholen im Unterricht oder auch zum Selbstlernen, eignen sich die interaktiven Übungen des Lehrwerks Netzwerk A1 (Klett Verlag). Erwachsene und Jugendliche ab 16, können mithilfe dieser Übungen ihre Kenntnisse auffrischen oder erweitern.

Online-Übungen Netzwerk A1

Übungen zu den Modalverben

„Du kannst, musst aber nicht!“ „Ich will ja, darf aber bzw. soll nicht!“

Die Modalverben (MV) sind im Deutschen ein wichtiges Kapitel, das man beherrschen sollte. Zunächst einmal möchte ich auf die große Debatte unter Germanisten bezüglich der Anzahl der Modalverben  zu sprechen kommen . Es ist interessant, wie geschickt sich manche Lehrwerke und Grammatiken aus dieser Diskussion heraushalten und die Frage still umgehen. Einige Lehrwerke behaupten sogar, dass es bei den Modalverben keinen Infinitiv gäbe. Sind es nun 5 an der Zahl? Doch 6? Oder sogar 7? Weiterlesen

Ich bin Italiener/Spanier/Engländer etc.- die Nationalitäten auf Deutsch

„Ich bin Spanisch.“ -Ein typischer Fehler von DaF-Lernern, weil die meisten die Struktur  zum Ausdruck ihrer Nationalität aus dem Englischen übernehmen. Dieser Fehler beruht aber keinesfalls auf der Annahme, dass die Nationalitäten im Deutschen etwa zu schwer seien. Ganz im Gegenteil: Die meisten Lehrwerke überspringen bzw. ignorieren dieses Kapitel, weil es als sehr einfach angesehen wird. Meistens tauchen Nationalitäten daher entweder in einem lehrwerkbegleitenden Glossar auf oder werden gar nicht erst erwähnt, weil sie aus dem Kontext immer erschließbar sind. Dass etwas verständlich ist, heißt aber noch lange nicht, dass man es nicht auch aktiv üben muss. Als DaF-Lerner müsste man in der Lage sein, wenigstens seine eigene Nationalität richtig ausdrücken zu können. Am besten auch die Nationalitäten benachbarter Länder. Hier deshalb eine Liste kategorisiert nach Land-Sprache-Nationalität.

Land.Sprache.Nationalität

Für Ergänzungen der Liste von DaF-Kollegen, mithilfe der Kommentar-Funktion, schon mal ein großes Dankeschön vorweg.

Der Status des Österreichischen Deutsch an Auslandsuniversitäten

Heute Morgen bin ich über diese interessante Arbeit  (Der Status des Österreichischen Deutsch an Auslandsuniversitäten, Jutta Ransmayr) zum Österreichischen Deutsch gestoßen. Wie stehen Sie zum Deutsch, das in Österreich gesprochen wird? Und wenn Sie Österreicher sind, interessiert mich Ihre Ansicht noch viel mehr.  Weiterlesen

Didaktisierung von Modalpartikeln im DaF-Unterricht

Naja, aber eigentlich halt ja doch schon, oder? Eben! – Modalpartikeln- Der Schrecken jedes Deutschlerners ab B1-Niveau und aufwärts. Es beginnt mit eher unauffälligen Partikeln bereits ab Niveaustufe A1: „Wie heißt du denn?“ ist hierfür ein sehr repräsentatives Beispiel, wie ich finde. Dann kommt aus den Schülerreihen gleich die Frage nach der Bedeutung von „denn“ auf. Doch da kann man die Lerner noch damit beruhigen, dass eine Nicht-Übersetzung die Bedeutung der Frage nicht verändert. Schwieriger wird’s bei „Eigentlich hat er das doch gewusst“, denn hier liefern die Modalpartikeln die Essenz der Aussage und können nicht unübersetzt bleiben.  Weiterlesen

Infoveranstaltung in Athen über die neue B1-Prüfung (Hueber Hellas)

Im Rahmen des 20-jährigen Jubiläums von Hueber Hellas, lud der Verlag am Sonntag, den 3.März, im Divani Caravel Hotel in Athen zu Kaffee und Kuchen ein und stellte u.a. das neue Lehrwerk Menschen (A1-B1) vor.

Den Höhepunkt der Veranstaltung stellte ohne Frage der Vortrag zur neuen B1-Prüfung dar (12:00-14:00 Uhr, Referentin:Manuela Georgiakaki). Zahlreiche Kollegen aus ganz Griechenland waren erschienen, um sich mit den Neuerungen des Prüfungsformats vertraut zu machen.

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Interessant für alle Kollegen, die bereits mit einem Lehrwerk (Themen aktuell, Pingpong neu 3, Planet 3 etc.) arbeiten, das Prüfungsvorbereitung zum alten Prüfungsformat (ZD/ ZDj) enthält , war außerdem der Vortrag von Annette Vosswinkel, in dem Methoden vorgeschlagen wurden, wie man mit den „alten“ Lehrwerken auch auf die neue Prüfung problemlos vorbereiten kann. Die überarbeiteten Arbeitsbücher zu den entsprechenden Lehrwerken, sollen im Mai 2013 erscheinen, wie es auf der Veranstaltung hieß. Auch die an das neue Prüfungsformat angepassten Modelltests (Zertifikat B1 Neu) sollen im Mai dieses Jahres auf den Markt kommen.

Fakt ist, dass die Zeit bis zur Prüfungsperiode im September relativ knapp ist, um sich selbst in die neue Prüfung einzuarbeiten, sowie die Schüler gewissenhaft darauf vorzubereiten. Deshalb sollte überlegt werden, ob es vielleicht risikoärmer wäre, diejenigen Schüler, die sich bereits auf gutem B1-Niveau befinden, in die alte Prüfung zu schicken. Wie das Goethe Institut Athen auf seiner Homepage bekanntgab, haben Prüflinge, die im Mai/Juni die B1-Prüfung nicht bestehen, noch einmal im November dieses Jahres die Möglichkeit, die Prüfung nach dem alten Format abzulegen.